Das vom europäischen Gesetzgeber geforderte „unbundling" von Energieerzeugung und Netzbetrieb wurde in den Niederlanden radikaler als in Deutschland umgesetzt insofern, als die Unternehmen, die Energie erzeugen und verkaufen und die Unternehmen, die Versorgungsnetze betreiben, nicht denselben Eigentümern gehören dürfen („ownership unbundling" oder „eigentumsrechtliche Entflechtung"). Auf diese Art wurde Alliander vor einigen Jahren ein eigenständiger Netzbetreiber, der allerdings über seine Vorgeschichte auf über 100 Jahre Netzerfahrung zurückblicken kann. Ziel der eigentumsrechtlichen Entflechtung ist eine Energiepolitik, die den Wettbewerb fördert, Transparenz und Fairness in der Preisgestaltung bietet und allen Energieanbietern den diskriminierungsfreien Netzzugang garantiert. Durch die Fokussierung auf das Netzmanagement kann Alliander mit hohem Engagement an Innovationsprojekten mitwirken, die völlig neue Arten der regenerativen Energieerzeugung bezwecken und hierfür flexiblere, intelligente Versorgungsnetze benötigen. Für Kommunen bedeutet das, dass Alliander sich uneingeschränkt für die Entwicklung eines autarken Energienetzes, das nicht mehr am Nabel eines Großkraftwerkes hängt, einsetzen kann.
Alliander ist eines der ersten Energieunternehmen, das die Forderungen der EU nach einer eigentumsrechtlichen Entflechtung der Energiekonzerne vollständig umgesetzt hat. Damit fördert Alliander aktiv die Liberalisierung und Transparenz auf dem Energiemarkt. Das Unternehmen ist auf den Netzbetrieb fokussiert und hat keinerlei Interesse am Energievertrieb, sodass es jederzeit einen absolut diskriminierungsfreien Zugang von Energieerzeugern zum Netz gewährleisten kann.
